Auf dem Weg nach Addis Abeba

Diese Zeilen schreibe ich aus dem Flugzeug, 12.000 m über NN. Es gab etwas zu essen, ein Glas Rotwein und danach einen Tee. Ich habe meine Lieblingsmusik im Ohr und chille.

Manchmal ist es einfach gut, sich zurückzulehnen, die Musik zu genießen und sich auf die vor uns liegende Zeit zu freuen. Ich nenne es mal „Gedankenreise“, die die Vorfreude noch verstärkt.

In gut vier Stunden werden wir landen und direkt nach Adama weiterfahren, um dort die Nacht zu verbringen. Im Flughafen erreichte uns noch eine Nachricht vom Auswärtigen Amt, dass man am Samstag Menschenansammlungen in Addis wegen einer politischen Demonstration meiden soll. Irgendwie cool, direkt von der Deutschen Botschaft in Addis angeschrieben zu werden. Das ist der Vorteil, wenn man sich auf die Krisenvorsorgeliste einträgt. Kein schlechter Service!

Beim Passieren der Sicherheitskontrolle in Frankfurt haben wir Bekanntschaft mit dem Interpretationsspielraum von Beschreibungen der Lufthansa machen müssen. Obwohl im Handgepäck ausdrücklich ein Feuerzeug und eine Packung Streichhölzer erlaubt sind, ist Konrads Feuerzeug leider nicht durch die Gesichtskontrolle gekommen. Die Kontrolleure waren der Meinung, dass es sich um ein Sturmfeuerzeug handelt und dies leider nicht mitfliegen darf. Allen Interventionen von Seiten Konrad zum Trotz konnten wir die Menschen dort nicht überzeugen, dass die Vorschriften dann wohl sehr ungenau formuliert sind und haben wir uns dann entschieden, es bis zu unserer Rückkehr aufbewahren zu lassen – für 4 € Gebühr.

Die Szene erinnert mich an eine Situation, die wir vor einigen Jahren in London bei der Besichtigung der königlichen Stallungen hatten. Dort war beim Sicherheitscheck Konrads Multitool aufgefallen. Damals hatten wir leider nur die Optionen „In die Entsorgungstonne werfen“ oder „Mit der Londoner Polizei diskutieren“. Ich konnte Konrad davon überzeugen, das Tool im Wert von 120 € in die Tonne zu werfen.

Unter diesem Gesichtspunkt ist die Aufbewahrungsmöglichkeit ja noch als sozialverträglich einzustufen…

Inzwischen sind wir in Adama im Hotel angekommen. Leider ist noch nicht klar, wo wir die nächste Nacht verbringen können, da ganz Adama ausgebucht ist. Doch davon später mehr. Jetzt sage ich erst einmal „Gute Nacht“

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