In welcher Gegend liegt eigentlich Hadha?

 

Hadha liegt auf einer Höhe von ca. 1.960 m über NN südöstlich der Hauptstadt Addis Abeba. Der Ort befindet sich direkt im Bereich des ostafrikanischen Grabens, umgeben von Vulkanen – auf der Karte als Dreiecke gekennzeichnet. Für die Hobbygeologen interessant, dass der ostafrikanische Graben Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs ist, der sich von Syrien durch das Tote Meer bis nach Ostafrika erstreckt. Er ist während der letzten 35 Mio. Jahre durch die Kräfte der Plattentektonik entstanden, die für die Abspaltung der afrikanischen von der arabischen Platte gesorgt haben.

Quelle: Wikipedia

Die Hochebene auf der sich Handha befindet, besteht aus einer 1 – 2 km dicken Lavaschicht. Von den Vulkanen dort ist keiner in den letzten 100 Jahren aktiv gewesen oder es sind zumindest keine Aktivitäten dokumentiert worden. Die aktiven Vulkane Äthiopiens befinden sich in den Danakil-Senke, die an das Rote Meer angrenzt. Diese werden wir auf unserer Reise wohl nicht sehen.

Nur ca. 40 km Luftlinie von Hadha entfernt gibt es heiße Quellen und 80 km südwestlich erreicht man den ersten von einer ganzen Reihe von Seen im Rift Valley, die sich im Graben bis nach Kenia erstrecken.

Mit Ende Oktober/November haben wir uns eine günstige Reisezeit ausgesucht. Es sind kaum Niederschläge zu erwarten und die Temperatur liegt zwischen  10 ° C nachts und 28 ° C tagsüber. Die große Regenzeit ist vorbei und die Zufahrtswege dürften passierbar sein. Der nächst größere Ort ist Adama, eine Stadt mit über 200.000 Einwohnern. Sie liegt direkt an der asphaltierten Hauptstraße, die u. a. nach Addis Abeba führt. Hier gibt es eine ganze Reihe von Hotels und Unterkünften.

Unsere erste Nacht werden wir in der Safari-Lodge Adama verbringen, die wir über booking.com reserviert haben. Ob wir die folgenden dreieinhalb Wochen dann direkt in Hadha übernachten werden wir spontan vor Ort entscheiden, nachdem wir unsere Baustelle in Augenschein genommen haben.

Die Eintrittskarte für ÄTHIOPIEN oder: wie man am schnellsten ein Visum erhält

Der Weg zum Visum hat mich zuerst auf die Seite des Auswärtigen Amts geführt. Dort wird genau beschrieben, welche verschiedenen Arten von Visa es gibt und wie man dieses beantragen kann. Seit Anfang Juli gibt es nun auch die Möglichkeit, das Visum elektronisch zu beantragen. Diese Möglichkeit ist mir doch deutlich sympathischer, als meinen Pass per Post in der Republik hin und her zu senden. Auch die direkte Beantragung bei der äthiopischen Botschaft in Berlin ist keine Option.

Ich folge also dem Link auf der Seite des Auswärtigen Amtes und lande bei der äthiopischen Website für die Beantragung.

Auf dieser Seite wird auch vor „inoffiziellen“ Websites für die Ausstellung von eVisa gewarnt – ob diese Warnungen berechtigt sind oder nicht – ich möchte es nicht ausprobieren.

Also durchlaufe ich alle Seiten und fülle fleißig die Felder für ein 30tägiges Touristenvisum aus. Bereits auf der Startseite wird man darauf hingewiesen, dass ein Passbild und der Pass als Datei bereitgehalten werden muss und eine Bearbeitungszeit von 3 Tagen erwartet werden kann. Der Seitenaufbau und die Abfrage ist problemlos. Beim Hochladen der Dateien werde ich informiert, dass diese nur 2 MB groß sein dürfen. Dies ist mein einziger Kritikpunkt an dem gesamten Ablauf, denn diese Info gehört nach meiner Vorstellung auf die Startseite. Jetzt muss ich meine Dateien erstmal anpassen. Als das geschehen ist, läuft der restliche Ablauf förmlich wie von selbst.

Die Bezahlung (52 US$) wird über die Kreditkarte abgewickelt. Bei dem zweiten Visumsantrag habe ich schon richtig „Routine“. Ich gebe alles ein und… bin gespannt.

Wenige Minuten später habe ich eine Bestätigung über den Antrag und die Belastung der Kreditkarte in meinem Mail-Postfach.

Bereits am nächsten Morgen um 6:30 Uhr habe ich bereits das Visum – die „Eintrittskarte“ – im Postfach. Jetzt nur noch ausdrucken und zu den Reiseunterlagen legen. Einfacher geht es nicht. Ich kann diese Form des Visumantrags jedem empfehlen, die einzige Einschränkung ist, dass man dieses Visum nur nutzen kann, wenn man über den Flughafen Bole in Addis Abeba einreist.

Vor einigen Tagen erreichte uns auch die Nachricht, dass die Registrierung von Mobiltelefonen bei Kauf einer Telefonkarte abgeschafft wurde. Ein weiterer Pluspunkt für einen problemlosen Aufenthalt im Land.

Unsere Vorfreude wächst und wir werden nächste Woche mit unserem Kontakt telefonieren, um noch einige offene Fragen zu unserem Einsatz zu klären.

Feiern und Gutes tun – eine schöne Kombination

Knapp 25 Kollegen aus verschiedenen Bereichen haben vergangene Woche die Gelegenheit genutzt, nicht nur geschäftlich, sondern auch privat „zusammenzuarbeiten“. Da wurden leckere Salate hergestellt, Desserts kreiert, Tische dekoriert und der Grill bestückt.

Nach zwei Regenschauern (endlich regnet es!) wurden Fleisch, Würstchen und Käse gegrillt und die leckeren Salate genossen. Mit gut gekühlten Getränken und mitgebrachtem Eis war der Abend ein voller Erfolg. Bei manchem wurden Kindheitserinnerungen wach, als der Hula-Hoop-Reifen herumgereicht wurde und jeder seine Fähigkeiten testen konnte.

Warum berichtete ich davon? Vom zusammengelegten Kostenbetrag blieb noch Einiges übrig und alle Teilnehmer waren sich einig, den Betrag für die Schule in Hadha zu spenden. So konnten 100 € an ora kinderhilfe überwiesen und damit in die Bildung von Kindern investiert werden.

Kaffeetrinken für Äthiopien

Das hört sich erstmal wiedersprüchlich an: Der Blog heißt TEE und Tinte und ich schreibe hier über Kaffeetrinken. In der Tat ist es aber so, dass für mich nach dem Mittagessen ein guter Espresso dazu gehört. Ich versuche dabei immer Kaffee zu kaufen, der möglichst fair gehandelt ist.

Beim letzten Einkauf bin ich dabei auf einen der fairsten Kaffees gestoßen: Solino Espresso. Dieser Kaffee wird vom Anbau bis zum Versand in Äthiopien  hergestellt und das ist deswegen so besonders, weil viele Fairtrade-Kaffees grün von den Kaffeebauern bezogen und erst im Vertriebsland geröstet werden. Das ist bei Solino anders: Anbau, Ernte, Röstung, Verpackung und Labeldesign finden in Äthiopien statt – also die gesamte Wertschöpfungskette. Das bringt Arbeitsplätze und Perspektive in eines der ärmsten Länder der Erde.

Ich habe mir mal gleich zwei Packungen bestellt. Vom guten Geschmack hatte ich mich vor einiger Zeit schon mal mit einer Probe überzeugt. Über Solino kann man sich auch direkt auf der deutschsprachigen Website www.solino-coffee.com informieren – und auch gleich Kaffee bestellen. Dazu sage ich nur: Gefällt mir!

Das erwähnte Produkt habe ich selbst gekauft und der Hersteller hat diesen Post nicht gesponsert. Alle Angaben stellen meine persönliche Meinung dar.

Mehr zum Schulbau in Äthiopien

 


Der Schulbau in Adama wird von der Organisation ora-kinderhilfe unterstützt. Auf diesem Flyer gibt es Informationen zum Projekt, welche Ausstattung die Schule und das Dorf noch benötigen und welcher Betrag dazu notwendig ist.

Jeder noch so kleine und größere Betrag fließt direkt in den Schulbau ein und kommt somit den Kindern zugute.
Gerade die Investition in Bildung ist die Grundvoraussetzung für ein besseres Leben mit einer Grundversorgung, die für uns in Europa selbstverständlich ist.

 

 

Wieso eigentlich Äthiopien?

Vor einigen Wochen bekam ich den Flyer einer Kinderhilfsorganisation in die Hände, die um Unterstützung für den Bau einer Schule in einem abgelegenen Dorf in Äthiopien baten. Da wir mit dieser Organisation schon seit vielen Jahren positive Erfahrungen mit Patenschaften gemacht haben, brauchte ich nur kurz überlegen, um mich mit einem Betrag zu beteiligen.

Die Bilder der Kinder gingen mir nicht aus dem Kopf und so reifte in mir der verrückte Gedanke, mich für einen praktischen Einsatz vor Ort zu „bewerben“.

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